Soldaten-und Kriegerverein Unterföhring

Volkstrauertag am Totensonntag, der Soldaten-und Kriegerverein in Unterföhring ehrte mit lauten Böllerschüsse den gefallenen Soldaten. Anschließend gab es im Hotel zum Gockl ein üppiges und deftiges Weißwurstessen.

Geschichtliches und Infos der Kriegervereine:

Kriegervereine wurden vereinzelt bereits nach den Koalitionskriegen gegründet. Seit 1842 bildeten sich besonders in Preußen zahlreiche so genannte Militär-Begräbnisvereine, nachdem König Friedrich Wilhelm IV. ihrer Gründung eine gesetzliche Grundlage gegeben und ihnen besondere Rechte verliehen hatte.

Die Kämpfe der Revolutionsjahre von 1848, insbesondere der Krieg in Schleswig-Holstein, gab weiteren Anlass für die Bildung von Kriegervereinen. Doch nahmen derartige Bestrebungen erst nach den Kriegen von 1864, 1866 und 1870/71 in allen Teilen des Deutschen Reiches einen besonderen Aufschwung. Im Frühjahr 1873 bildete sich der Deutsche Kriegerbund, dem 1884 der Reichskriegerverband folgte.

Kriegervereine waren ursprünglich aus Gründen der Geselligkeit gegründet worden. Sie waren weitestgehend neutral und parteipolitisch unabhängig. Regierung und Armee begannen mit der verstärkten Organisation der Arbeiterbewegung die Vereine zunehmend zur Bekämpfung der Sozialdemokratie aufzubauen. Seit den 1880er Jahren bemühte sich die Regierung, den Ausschluss sämtlicher Sozialdemokraten und Gewerkschaftsmitglieder aus den Vereinen voranzutreiben. Nachdem vermehrt Sozialdemokraten ausgeschlossen wurden, forderten Vertreter der Partei ihre Mitglieder auf, freiwillig die Kriegervereine zu verlassen bzw. nicht einzutreten. Die Kriegervereine wurden zu einem wichtigen Instrument zur Bekämpfung der Sozialdemokratie im Deutschen Reich. Insbesondere zu den Reichstagswahlen 1907, den sogenannten „Hottentottenwahlen“ waren sie ein bedeutender Teil der Wahlkampfstrategie des Bülowblocks.

Streitigkeiten unter den zahlreichen Kriegerveinen führten zur Aufsplitterung und gelegentlich auch zum Untergang von einzelnen Verbänden. Anfang des 20. Jahrhunderts waren sämtliche Landeskriegerverbände des Deutschen Reiches in dem im September 1900 gegründeten Kyffhäuserbund der deutschen Landeskriegerverbände vertreten, der 27 Landesverbände mit 22.000 Vereinen vereinte. Im Oktober 1913 verfügte der Kyffhäuserbund über 2.837.944 Mitglieder. Die Mitgliedschaft bestand vor allem aus Teilen der Mittel- und Unterschicht.

Text - Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegerverein

Kleine Fotogalerie der Feier: